Am 9. Mai 2026 fand in Tübingen die Demo und Kundgebung „Menschenrechte sind nicht verhandelbar – Inklusion ist kein Luxus“ statt. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch Mitglieder des Kreisverbands Zollernalb von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nahmen an der Demonstration teil und unterstützten das Anliegen vor Ort.
Die Demonstration startete am Europaplatz und führte über die Neckarbrücke in die Innenstadt und wieder zurück. Begleitet wurde der Demozug von Plakaten, Musik, Redebeiträgen und einer Kundgebung. Die vielen Beiträge machten deutlich: Inklusion ist kein freiwilliges Zusatzangebot, sondern eine Frage von Menschenrechten, Gleichstellung und demokratischer Teilhabe.
Menschen mit Behinderung müssen selbstbestimmt leben, sich frei bewegen, mitentscheiden und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – in Bildung, Arbeit, Mobilität, Wohnen, Kultur und Politik. Dafür braucht es verlässliche Strukturen und den politischen Willen, Barrieren konsequent abzubauen.
Die Kundgebung zeigte zugleich, dass Barrieren nicht nur baulich sind. Auch komplizierte Antragsverfahren, fehlende Assistenz, mangelnde Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, unzureichende inklusive Bildungsangebote und gesellschaftliche Vorurteile schließen Menschen aus. Wer Inklusion ernst nimmt, muss diese Hindernisse abbauen – vor Ort, im Land und im Bund.
Für uns als Kreisverband Zollernalb ist klar: Eine gerechte Gesellschaft misst sich daran, ob alle Menschen tatsächlich teilhaben können. Dafür braucht es barrierefreie Kommunen, inklusive Bildung, gute Unterstützungsangebote und eine Politik, die Menschen mit Behinderung nicht übergeht, sondern ihre Perspektiven konsequent einbezieht.
Die Demo in Tübingen war ein starkes Zeichen für Solidarität, Sichtbarkeit und gleiche Rechte. Wir nehmen diese Botschaft mit in unsere politische Arbeit im Zollernalbkreis: Menschenrechte sind nicht verhandelbar – und Inklusion ist kein Luxus.

